Restart DMEA 2022 – Patientenbindung und KHZG im Fokus

Mit 516 nationalen und internationalen Ausstellern und über 11.000 TeilnehmerInnen drehte sich vom 26. bis 28. April 2022 auf dem Berliner Messegelände alles um die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause fand die DMEA erstmals wieder als Präsenzformat statt. Über 300 Speaker diskutierten drängende Fragen zur Bewältigung einer digitalen Gesundheitsversorgung.

Eröffnet wurde die DMEA von Schirmherr Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach. Lauterbach nutze die Eröffnungsrede zur DMEA für eine Ankündigung: „Das deutsche Gesundheitswesen lässt sich nicht wesentlich weiterentwickeln, ohne dass wir einen strategischen Ausbau der Digitalisierung verfolgen. Wir haben bereits viel Technik, viele Anwendungen und Infrastrukturansätze, wir haben aus meiner Sicht aber keine wirklich gute, übergeordnete Strategie. Ich verstehe mich als Digitalisierungsminister und stehe in der Bringschuld„.

Kickstart für Innovation nötig

So werde das Gesundheitssystem nach der parlamentarischen Sommerpause eine Digitalisierungsstrategie erhalten, Vorarbeiten dazu haben im Bundesgesundheitsministerium bereits begonnen. Gleichzeitig solle weiter am Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur für die Umsetzung der Strategie gearbeitet werden. Kernelement sei hierbei insbesondere die elektronische Patientenakte.

Wie dringend eine Digitalisierungsstrategie nötig ist, zeigten auch internationale Vergleiche, beispielsweise mit Finnland und Israel. So fehle es in Deutschland weniger an Willen zu mehr Digitalisierung, sondern an der nötigen Flexibilität, sie tatsächlich zu nutzen, so die übereinstimmende Meinung deutscher Experten.

In Israel habe man hingegen bereits vor über 25 Jahren damit begonnen die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranzutreiben und eine dynamische Start-up Szene aufzubauen. In Deutschland stoßen Anbieter innovativer Lösungen indes auf komplexe Sicherheitsregularien und Datenschutzanforderungen. Zudem sei die Kultur im Hinblick auf Change-Management und Innovation eine gänzlich andere, so die Diskutanten. „Wir sollten uns klar machen, dass wir damit keine Innovationen behindern sollten. Es gibt sehr viel Innovation in Deutschland, aber wir brauchen jetzt einen Kickstart.“, forderte KI-Expertin Nicole Formica-Schiller.

Top-Thema KHZG – Online Patientenportale im Fokus

Der Gesundheitsminister sieht die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens hingegen auf einem guten Weg. So sei es nicht zielführend darauf zu schauen, was in der Vergangenheit noch nicht geglückt sei, sondern auf die Zukunftspotenziale, die vor uns liegen, so Lauterbach. Der Krankenhauszukunftsfond von 3. Mrd. Euro ist für die Krankenhäuser ein Senkrechtstart in die Digitalisierung hinein und wird die digitale Dokumentation, Medikationsmanagement und Anwendungen wie Online Patientenportale massiv nach vorne bringen. Über 6000 Förderanträge sind bereits eingegangen, viele Förderungen laufen schon. Dies könne als wesentliche Verbesserung der Digitalisierung im Krankenhaus betrachtet werden. Für Patientenportale werden nach der internen Dokumentation wie erwartet die meisten Anträge gestellt. Klinken versprechen sich von Online-Portalen die meiste Entlastung und den höchsten Mehrwert für Patienten und Zuweiser.

Online Patientenportale standen auch im Zentrum des DMEA-Auftritts der POLAVIS. Die modulare Plattform bildet alle Prozesse entlang der gesamten „Patient Journey“ im Krankenhaus der Zukunft ab. Das beginnt mit der digitalen Terminvereinbarung, über die Patientenaufnahme (Onboarding) und die Kommunikation während des Klinikaufenthaltes bis zur Entlassung des Patienten mit der Zusammenstellung aller Informationen und Unterlagen für die Überleitung und die ambulante Versorgung.

Das Portal vereint dabei alle zentralen Aspekte: On-Premise-Installation, echte White Label-Lösung ohne Accounts bei Dritten, Multi-KIS-Integration und flexible Konfiguration durch Key User. „Die Lösung wird auf Servern der Einrichtung betrieben: mit eigenem Rollen- und Rechtemanagement, einem TAN-Verfahren mit lokalem E-Mail- oder SMS-Gateway, DSGVO-konforme und verschlüsselte Datenhaltung im eigenen Ecosystem. Patienten und Zuweiser kommunizieren stets direkt mit der Klinik – ohne Registrierung oder Datenspeicherung bei Externen“, erläutert Dr. Iserloh, CEO POLAVIS GmbH, einige Vorteile der Lösung.

International Patient Office – Launch des neuen POLAVIS Moduls auf der DMEA

Auch mit dem neuesten Modul der Gesamtlösung greift POLAVIS einen wichtigen Zukunftstrend auf. Medizintourismus nimmt weltweit zu. Auf der Suche nach der besten Behandlung werden auch PatientInnen zunehmend mobiler. Mit dem POLAVIS IPO-Portal organisieren Einrichtungen alle Workflows sowie den Daten- und Dokumentenaustausch auf elektronischem Weg. Liegen alle Informationen vor, werden sie bewertet und ein Behandlungsplan erstellt. Für Vorgespräche oder als Alternative für Reisen ist eine Videosprechstunde in das POLAVIS IPO-Portal integriert. Wie alle Patientenportale von POLAVIS ist auch das IPO-Portal eine On-Premise-Lösung.

Wir bedanken uns für die vielen persönlichen Gespräche und das wertschätzende Feedback auf der DMEA 2022. Das motiviert uns für die nächsten spannenden Projekte„, so Dr. Iserloh. „Es war etwas Besonderes, live diskutieren zu können und auch einige Neukunden der letzten Jahre das erste Mal in Persona vor Ort zu treffen“.

Der POLAVIS-Stand war durchgehend sehr gut besucht, so dass es teilweise leider zu Wartezeiten kam. Nachdem 2 Monate zuvor noch unklar war, ob die Messe wie geplant stattfinden kann, war der Andrang hoch. Kunden und vor allem Interessenten verschafften sich einen Eindruck von den Persönlichkeiten des POLAVIS Teams und den ausgezeichneten Lösungen, um nun Ihre Ausschreibungen zu starten.

Jetzt starten und passende digitale Lösungen finden mit POLAVIS! 

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